BÜNDNISSE FÜR BILDUNG – BEKANNTGABE DER FÖRDERUNG FÜR 35 BUNDESVERBÄNDE!

Berlin, 20. September 2012. Die Gewinner stehen fest: Deutschlandweit erhalten 35 Bundesverbände und -initiativen bis zu 230 Millionen Euro. Schavan: „Chance für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche“

MIT DEM BUND DEUTSCHER AMATEURTHEATER (BDAT) UND DEM BUND FREIER THEATER (BuFT) GEHÖREN AUCH UNSERE BEIDEN BUNDESVERBÄNDE UND SOMIT DIE FREIE THEATERSZENE ZU DEN GEWINNERN DIESER AUSSCHREIBUNG. BEIDE BUNDESVERBÄNDE KÖNNEN IN DEN KOMMENDEN 5 JAHREN AUF JEWEILS BIS ZU 3 MIO. € PROJEKTMITTEL HOFFEN. WIR SIND ALSO SEHR GUTER DINGE, DASS AUCH IN THÜRINGEN LOKALE BÜNDNISSE DANK DIESER FÖRDERMITTEL NACHHALTIG GESCHMIEDET WERDEN KÖNNEN. (AdR)

163 bundesweit tätige Verbände und Initiativen der außerschulischen Bildung haben sich bei „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ um Fördermittel beworben. Heute gab Bundesministerin Annette Schavan in Berlin die 35 Gewinner bekannt. Sie erhalten in den kommenden fünf Jahren insgesamt bis zu 230 Millionen Euro. Hiermit können sie außerschulische Maßnahmen der kulturellen Bildung finanzieren, die sie mit mindestens zwei weiteren Kooperationspartnern in lokalen Bündnissen für Bildung anbieten. Teil eines lokalen Bündnisses können zum Beispiel Chöre, Musik- oder Theatergruppen, Bibliotheken, aber auch Kindergärten oder Schulen sein.

„Gute Bildung ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Mit den Bündnissen für Bildung bieten wir benachteiligten Kindern und Jugendlichen zusätzliche Bildungschancen“, erklärte Schavan. „Dabei konzentrieren wir uns mit ‚Kultur macht stark‘ auf die kulturelle Bildung, weil sich junge Menschen dadurch neue Ausdrucksformen erschließen können, die ihrer individuellen Entwicklung und ihrem Bildungserfolg entscheidend zugutekommen.“ Die Ministerin zeigte sich erfreut über die hohe Qualität der eingereichten Konzepte und betonte: „Sie zeigen, dass gute Bildung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden wird, bei der wir alle an einem Strang ziehen.“

Hans-Heinrich Grosse Brockhoff, ehemaliger Kulturstaatssekretär in Nordrhein-Westfalen und Vorsitzender der Jury, ergänzte: „Von Tanz und Theater über Literatur und Leseförderung bis hin zu Film und Medien ist die gesamte Bandbreite der kulturellen Bildung bei den ausgewählten Projekten vertreten. Ich bin sicher, dass insbesondere bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche wirklich profitieren werden.“ Die Schriftstellerin und Journalistin Hatice Akyün erklärte als Mitglied der Jury: „“Mich haben vor allem die ungewöhnlichen und originellen Ideen in den Konzepten überrascht. Ich glaube, diese Projekte können wirklich etwas bewirken, weil sie alle Kinder und Jugendliche unseres Landes im Blick haben, egal woher sie ursprünglich stammen. Die Projekte sind zeitgemäß, modern und man spürt, wieviel Herzblut in ihnen steckt.“

Außerschulische kulturelle Bildungsangebote leisten einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der Persönlichkeit und des Selbstbewusstseins junger Menschen. Allerdings haben viele von ihnen nicht so gute Zugangschancen zu kultureller Bildung wie junge Leute mit bildungsaffinem Hintergrund. Zu diesem Befund kommt das vom BMBF geförderte Zweite Jugendbarometer, das am 10. Mai dieses Jahres veröffentlicht wurde. Das soll sich mit den nun geförderten Projekten „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ ändern. Durch die Teilnahme an kulturellen Projekten, Ferienfreizeiten oder im Austausch mit ehrenamtlichen Mentoren erleben Kinder und Jugendliche persönliche Wertschätzung und Stärkung ihres Selbstbewusstseins in einem kontinuierlichen Rahmen. Sie werden ermutigt, ihr eigenes Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Mitglieder der Jury waren:

  • Frau Hatice Akyün, Journalistin und Autorin
  • Frau Prof. Ida Bieler, Professorin an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf,, Leiterin der Meisterklasse für Violine und Leiterin des Projektes vivaldi
  • Herr Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, CDU, 2005 bis 2010 Kulturstaatssekretär beim Ministerpräsidenten NRW (Juryvorsitzender)
  • Frau Dr. Annette Lepenies, Diplompsychologin, ehem. Lehrerin an Grund- und Hauptschulen, ehem. Dozentin am Sozialpädagogischen Institut Berlin
  • Frau Andrea Tober, Leiterin des Education-Programms der Berliner Philharmoniker, Professorin für das Fachgebiet Musikvermittlung und Selfmanagement an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin
  • Herr Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates in Berlin

Die Gewinner und weitere Informationen finden Sie unter www.bmbf.de und unter www.buendnisse-fuer-bildung.de.

[Quelle: Pressemitteilung / Bundesministerium für Bildung und Forschung / 20.09.2012]

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