HEUTE MORGEN GESTERN

Auf die Suche nach der Zukunft mit einem ausgeprägten Bewußtsein für die Vergangenheit und einem reflektierenden Blick auf die Gegenwart begab sich der erste Fachtag der Amateurtheater in Sachsen. Geschehen am vergangenen Samstag im Theater Rudi in Dresden.

Der dramatisierte Dreiakter fügte sich aus Vorträgen, Podiums- und Publikumsgespräch zu einem guten Stück Gesprächskultur und einer Analyse der aktuellen und z.T. akuten Bedingungen und Bedeutungen des Amateurtheaters zusammen.

Intensiv widmete sich der Landesverband [LATS] in den vergangenen Jahren der Geschichte des Amateurtheaters in Sachsen. Im Ergebnis steht das Buch „Auf der Scene – Gesichter des nichtprofessionellen Theaters in Sachsen von 1500 bis 2000“, welches am gleichen Tag seine offizielles Erscheinen feierte.  „Das umfassende Werk bringt auf 369 Seiten aus den vielfältigen Blickwinkeln der Autoren Licht in das Dunkel der über 500-jährigen Geschichte des nichtprofessionellen Theaters in Sachsen. Beschrieben werden Entwicklungslinien und Strukturen wie auch einzelne Theater und Persönlichkeiten.“ [ISBN 978-3-86729-123-1 /// Preis: 24,80 €]

Damit und mit den fachlichen Beiträgen einiger Autoren hat der Fachtag die Frage nach dem Woher? der Amateurtheater in Sachsen mit Erkenntnissen bereichert, die in den zentralen Punkten für den ganzen Osten Deutschlands Übertragungen erlauben und diese Frage in wesentlichen Grundzügen beantwortet.

Beherrschende Fragen des Fachtages waren jedoch ebenso jene nach den heutigen Inhalten, den verändernden Entwickungen, den Wahrnehmungen und damit auch nach der inneren, wie öffentlichen Bedeutung des Amateurtheaters.  Deutlich wurde dabei, dass das Problem der öffentlichen Wahrnehmungen und die an uns selbst gerichtete Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz und Themensetzung des Amateurtheaters sicher auch eine bundesweite Debatte erlaubt.

Natürlich konnte der erste Fachtag viele Punkte nur erneut oder erstmalig benennen und die Frage nach dem Wohin? nicht abschließend beantworten. Er konnte jedoch Tendenzen und Beispiele abbilden, wie sie u.a. auch in Thüringen vollzogen wurden. Die Fragestellung: Wohin entwickelt sich das Amateurtheater? stellt sich einerseits auf der Ebene der einzelnen Gruppen und Amteurtheaterbühnen und gleichermaßen auf der Ebene der Landesverbände und im BDAT. Hierzu einen steten Dialog und Austausch zwischen den Landesverbänden zu suchen, hat der Fachtag in Sachsen einen wichtigen Impuls gesetzt.

Wir hoffen, dass dieser Impuls in weitere Aktivitäten mündet, die den Dialog zwischen den Akteuren bundesweit stärken. Wir bedanken uns bei den Kollegen aus Sachsen herzlich für die Einladung und können versichern, dass wir gern mit ihnen gemeinsam für eine spannende und kontroverse Zukunft des Amateurtheaters wirken und agieren.

Weitere Informationen zum Fachtag und zur Buchveröffentlichung: www.amateurtheater-sachsen.de

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