Wildwechsel VII- Gold

Das Musiktheater „Gold“ der Deutschen Oper Berlin ist eine äußerst kindgerechte Interpretation des Märchens „Der Fischer und seine Frau“.

Jacob wohnt mit seinen Eltern am Meer. Sie sind so arm, dass sie in einem Loch unter einem Baum schlafen müssen. Eines Tages nimmt sein Vater ihn zum Angeln mit. Und Jacob schafft es sogar einen Fisch zu fangen. Dieser verspricht ihm jeden Wunsch zu erfüllen, solange Jacob ihn nur wieder zurück ins Meer wirft.

Zu Beginn ist er sich gar nicht sicher was er sich wünschen soll. Erst wünscht er sich Schuhe die er stolz seinen Eltern zeigt. Doch seine Eltern wollen natürlich auch Schuhe. Also geht er erneut zum Fisch und wünscht sich auch Schuhe für seine Eltern. Von diesem Tag an, wird Jacob jeden Tag zum Fisch geschickt. Aus einem Bett wird ein Haus. Aus dem Haus wird ein größeres Haus und aus dem großen Haus wird ein Schloss. Die kleine Familie häuft immer mehr Besitztümer an und der Fisch wird immer dünner. Zufriedener werden Jacob und seine Eltern nicht.

Gold-059 Foto_Candy Welz
[foto: candy welz]
Die beiden Darsteller sind wahre Multitalente auf der Bühne. Christina Sidak in der Rolle des Jakob spielt und singt gleichermaßen wahnsinnig gut. Daniel Eichholz spielt ebenfalls einige kleine Nebenrollen und sorgt zugleich live auf der Bühne für die musikalische Untermalung und ist dabei unfassbar vielfältig und abwechslungsreich. Sein Repertoire reicht vom Spielen zweier Xylophone über Schlagzeug und improvisierte Instrumente bis zum kreativen Erzeugen von Soundeffekten. Das Tempo der Inszenierung ist sehr hoch, wodurch das perfekte Timing der beiden Künstler erst deutlich wird. Neben dem geschmackvollen Einsatz der Beleuchtung enthielt das Stück auch einige partizipierende Elemente. Das Bühnenbild ist äußerst minimalistisch gestaltet und wird erst durch die mühevoll gestalteten Innenleben der Koffer geprägt, welche verschiedene Kulissen in Miniaturform darstellen. Dieser Kniff macht es, gerade für Kinder, leichter sich Situationen vorzustellen und veranschaulicht das Gesamtwerk ungemein.

Eine tolle Mischung aus Theaterspiel und Oper und ein Muss für Kinder und Musik-begeisterte jeden Alters.

[felix schölzel]

 

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