Satzung

Thüringer Theaterverband

§ 1 Name und Sitz des Vereins

[1] Der Verein führt den Namen Thüringer Theaterverband und soll in das Vereinsregister eingetragen werden; nach der Eintragung führt er den Zusatz “e. V.”.

[2] Er hat seinen Sitz in Rudolstadt.

§ 2 Gemeinnützigkeit

[1] Der Thüringer Theaterverband ist ein gemeinnütziger Fachverband und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinn des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenverordnung in der jeweils gültigen Fassung.

[2] Der Verband ist politisch und konfessionell neutral.

[3] Der Verband ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Ziele.

[4] Mittel des Verbandes dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglied keine Zuwendungen aus Mitteln des Verbandes.

[5] Verbandsämter werden grundsätzlich ehrenamtlich ausgeübt. Der Vorstand kann bei Bedarf eine Vergütung nach Maßgabe einer Aufwandsentschädigung im Sinne des § 3 Nr. 26a EStG beschließen.

[6] Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Verbandes fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung, begünstigt werden.

§ 3 Vereinszweck, Ziele, Aufgabenstellung und Arbeitsweise

 [1] Der Verband versteht sich als Interessenvertretung der Freien Theater in Thüringen, was sowohl Amateurtheater als auch professionelle Theatergruppen und Einzelkünstler einschließt.

[2] Er vertritt in gegenseitiger Anerkennung und Achtung der Eigenständigkeit aller Mitglieder deren Interessen in der Öffentlichkeit, in kulturpolitischen Prozessen und bei Behörden und Institutionen auf regionaler, überregionaler und internationaler Ebene.

[3] Er tritt ein für die Vielfalt theatralischer Gegenstände, Auffassungen, Stile und Formen. Er fördert die Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen Amateurtheatern, professionellen Theatergruppen und Einzelkünstlern.

[4] Der Verband fördert und unterstützt Kulturarbeit, künstlerische Bildung, kulturelle Teilhabe und Nachwuchsarbeit für alle Altersgruppen und Generationen.

[5] Der Verband kann eigene Kulturprojekte durchführen. Er initiiert und organisiert Erfahrungsaustausch, Weiterbildungen, Festivals, Projekte und Fachtreffen der freien Theater.

[6] Er publiziert fachspezifische Dokumente sowie Informationen aus den Mitgliedseinrichtungen und stellt diesen geeignetes Material zur Verfügung.

[7] Er ist um freundschaftliche und produktive Kontakte zu Verbänden und Einrichtungen gleichen Anspruchs im In- und Ausland bemüht und pflegt die Zusammenarbeit im Sinne der Gleichberechtigung und der Völkerverständigung.

[8] Der Thüringer Theaterverband pflegt Arbeitsbeziehungen zu staatlichen und gesellschaftlichen Institutionen und Organisationen mit dem Ziel, sie als Förderer und Unterstützer zu gewinnen.

§ 4 Mitgliedschaft

[1] Mitglied des Thüringer Theaterverband können natürliche oder juristische Personen werden, die vorstehende Ziele anerkennen.
Natürliche Personen müssen das 15. Lebensjahr erreicht haben oder das schriftliche Einverständnis der oder des Erziehungsberechtigten muss vorliegen.

[2] Mitglied des Verbandes können sein:
– Thüringer Amateurtheatergruppen, Vereine und Initiativen, die Theaterarbeit im Allgemeinen nicht hauptberuflich betreiben;
– freischaffende Einzelkünstler sowie freie Theatergruppen und Ensembles aus Thüringen, welche nicht einem institutionellen Theater angehören und im Allgemeinen eine nicht allein kommerzielle Theaterarbeit leisten;
– Mitglieder eines Amateurtheaters oder einer Freien Theatergruppe Thüringens;
– jeder, der sich als Förderer und Partner von Freien und Amateurtheatern versteht.

[3] Voraussetzung für die Mitgliedschaft im Thüringer Theaterverband ist eine schriftliche, unterzeichnete Beitrittserklärung.

[4] Über den Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand. Die Ablehnung eines solchen bedarf keiner Begründung. Widerspricht ein Antragsteller einer Ablehnung, muss der Vorstand den Antrag der nächsten Mitgliederversammlung vorlegen. Diese entscheidet dann endgültig über den Antrag.

[5] Zum Ehrenmitglied können Mitglieder ernannt werden, die sich in besonderer Weise um den Verband verdient gemacht haben. Hierfür ist ein Beschluss der Mitglieder­versammlung erforderlich. Ehrenmitglieder sind von einer Beitragszahlung befreit.

§ 5 Rechte und Pflichten der Mitglieder

[1] Mitglieder des Verbandes, welche als natürliche Person ihre Mitgliedschaft erlangen, haben einfaches Stimmrecht.

[2] Mitglieder des Verbandes, welche als juristische Person ihre Mitgliedschaft erlangen, berufen zwei natürliche Personen – nachfolgend Interessenvertreter genannt -, welche mit jeweils einfachem Stimmrecht die juristische Person vertreten.

[3] Vertritt ein Mitglied natürlicher Person gleichzeitig ein Mitglied juristischer Person, so hat es nur eine Stimme.

[4] Mitglieder haben das Recht zu wählen und gewählt zu werden.

[5] Mitglieder haben das Recht, gegenüber dem Vorstand und dem Verbandstag Anträge zu stellen.

[6] Sie haben das Recht, in den ständigen und zeitweiligen Arbeitsgruppen tätig zu sein

§ 6 Mitgliedsbeiträge und Haftung der Mitglieder

[1] Die Höhe der Mitgliedsbeiträge wird durch die Mitgliederversammlung beschlossen. Festgesetzte Jahresbeiträge werden bei Eintritt für das laufende Geschäftsjahr fällig. Es gilt die jeweilige Beitragsordnung.

[2] Die Mitglieder entrichten die festgelegten Beiträge entsprechend der Beitragsordnung jährlich im Voraus an den Verband.

[3] Die Mitglieder haften bei Rechtsgeschäften, die der Vorstand für den Verein tätigt, nur mit dem Vereinsvermögen.

§ 7 Beendigung der Mitgliedschaft

[1] Die Mitgliedschaft im Verband endet durch Kündigung, Ausschluss, Erlöschen der Rechtsfähigkeit bei juristischen Personen, Tod oder bei Auflösung des Mitgliedsvereins.

[2] Die Kündigung ist dem Vorstand schriftlich zu erklären, sie ist mit einer Frist von mindestens drei Monaten vor Abschluss des Geschäftsjahres einzureichen.

[3] Der Ausschluss eines Mitgliedes mit sofortiger Wirkung kann durch den Vorstand erfolgen. Als Gründe gelten insbesondere vereinsschädigendes Verhalten, aber auch die Nichterbringung von Leistungen oder Beiträgen. Gegen den Ausschluss kann das Mitglied den Verbandstag anrufen. Dieser entscheidet endgültig. Das Mitglied ist zu der Versammlung einzuladen und anzuhören. Hierfür ist eine Frist von zwei Wochen festgesetzt.

[4] Bei Beendigung der Mitgliedschaft, gleich aus welchem Grund, erlöschen alle Ansprüche. Eine Rückerstattung von Beiträgen, Spenden und sonstigen Unterstützungsleistungen ist grundsätzlich ausgeschlossen. Der Anspruch des Verbandes auf rückständige Beitragsforderungen bleibt hiervon unberührt.

§ 8 Struktur und Organisation

[1] Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr

[2] Die Organe des Vereines sind:
– der Verbandstag (Mitgliederversammlung)
– der Vorstand

[3] Der Verbandstag

[3.1] Oberstes Organ des Thüringer Theaterverbandes ist die Mitgliederversammlung (nachfolgend Verbandstag genannt). Der Verbandstag tagt alle 2 Jahre.

[3.2] Der Verbandstag setzt sich aus den delegierten Vertretern aller Gruppen und den Einzelmitgliedern zusammen.

[3.3] Der Vorstand beruft den Verbandstag ein. Die Einladung muss 2 Wochen zuvor schriftlich, unter Mitteilung einer Tagesordnung, erfolgen.

[3.4] Außerordentliche Verbandstage finden statt, wenn der Vorstand dies im Vereinsinteresse für notwendig hält oder dies auf schriftlichen Antrag von mindestens 25% der stimmberechtigten Mitglieder unter Angabe der Gründe beantragt wird.

[3.5] Beschlüsse des Verbandstages erfolgen durch einfache Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder. Für einen Beschluss über die Auflösung des Vereins, die Zweckänderung, eine Satzungsänderung und die Entlastung des Vorstands ist jeweils eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder erforderlich.

[3.6] Über den Ablauf einer jeden Versammlung ist ein Protokoll zu führen, das vom Versammlungsleiter und Protokollführer zu unterzeichnen ist.

[3.7] Ein Verbandstag ist beschlussfähig, wenn er ordentlich einberufen wurde und dem Einberufungstermin nicht mindestens 50% der Mitglieder widersprochen haben.

[3.8] Entscheidungen des Verbandstages können auch im Umlaufverfahren getroffen werden. Hierzu wird ein entscheidungsfähiger Antrag an die Mitglieder versandt. Die Frist zur rechtverbindlichen, schriftlichen Stimmabgabe beträgt 2 Wochen. Die Ermittlung der Stimmabgabe erfolgt auf Grundlage aller stimmberechtigten Mitglieder. Ein Umlaufverfahren ist nicht zulässig für Vorstandsentlastung, Vorstandsneuwahl und Auflösung des Vereines oder wenn mind. 25% der stimmberechtigten Mitglieder dem Verfahren widersprechen.

[3.9] Der Verbandstag
– beschließt alle zentralen Vorhaben des Verbandes und in diesem Zusammenhang über die Verwendung der Mittel;
– berät und beschließt über Anträge;
– kann thematische und temporäre Arbeitsgruppen bilden;
– nimmt den Rechenschaftsbericht des Vorstands, den Finanz- und den Revisionsbericht entgegen;
– wählt und entlastet den Vorstand;
– wählt mindestens einen Kassenprüfer;
– erlässt die Beitragsordnung, welche nicht Bestandteil der Satzung ist;
– beschließt Satzungsänderungen sowie die Auflösung des Vereines.

[4] Der Vorstand

[4.1] Der Vorstand muss aus Vereinsmitgliedern bestehen.

[4.2] Der Vorstand besteht aus mindestens 3, höchstens jedoch 7 Mitgliedern
– dem/der Vorsitzenden;
– einem/einer stellvertretenden Vorsitzenden;
– dem/der Schatzmeister/in;
weitere Vorstandsfunktionen können vergeben werden.

[4.3] Der Vorstand ist ehrenamtlich tätig.

[4.4] Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn die Vorstandssitzung ordnungsgemäß, d.h. mit einer Frist von 2 Wochen und einer Tagesordnung, einberufen wurde und dem Einberufungstermin nicht mindestens die gleiche Anzahl der anwesenden Vorstandsmitglieder widersprochen hat.

[4.5] Der Vorstand entscheidet über Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der Anwesenden.

§ 9 Geschäftsbereiche, Wahl und Vertretungsberechtigung des Vorstandes

[1] Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Verbandes.

[2] Der Vorstand kann sich eine Geschäftsordnung geben.

[3] Der Verband wird gerichtlich und außergerichtlich durch zwei Mitglieder des Vorstandes gemeinsam vertreten.

[4] Der Vorstand wird durch den Verbandstag für die Dauer von zwei Vereinsjahren gewählt,  verbleibt jedoch bis zur Neuwahl in einem ordentlichen oder außerordentlichen Verbandstag im Amt.

[5] Der Vorstand ist dem Verbandstag rechenschaftspflichtig.

[6] Der Vorstand kann einen hauptamtlichen Geschäftsführer für den Verband nach den Bestimmungen des HGB bestellen.

§ 10 Auflösung des Vereins

[1] Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke wird das Vereinsvermögen, das nach Abwicklung sämtlicher Verbindlichkeiten verbleibt, zu gleichen Teilen auf die am Tag der Beschlussfassung zur Auflösung des Vereins existierenden gemeinnützigen Mitglieder übertragen mit der Auflage, die Mittel ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Aufgaben der freien Theaterarbeit zu verwenden.
Vor Durchführung ist das Finanzamt hierzu zu hören. Privat eingebrachtes Vermögen geht an die Eigentümer zurück.

[2] Wird mit der Auflösung des Vereins nur eine Änderung der Rechtsform oder eine Verschmelzung mit einem gleichartigen anderem Verein angestrebt, so dass die unmittelbare ausschließliche Verfolgung des bisherigen Vereinszwecks durch den neuen Rechtsträger weiterhin gewährleistet wird, geht das Vereinsvermögen auf diesen über.

§11 Gerichtsstand / Inkrafttreten der Satzung

[1] Gerichtsstand und Erfüllungsort ist der Sitz des Vereins.

[2] Diese Satzung wurde vom Verbandstag am 16.06.2011 in Eisenach beschlossen. Sie tritt mit dem Zeitpunkt der Eintragung in das Vereinsregister des Amtsgerichts Rudolstadt in Kraft.

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